Lila und Lisa düfen bleiben

Josef wohnt auf einem Bauernhof. Obwohl er nicht gerne früh aufsteht, träumt er davon, Bauer zu werden. Aber seit ein paar Wochen werden die Kühe der Reihe nach verkauft. Zu Weihnachten sollen alle weg sein. Und was kommt dann? Das und ein Streit mit seiner besten Freundin Tessa machen ihn entsetzlich traurig. Doch zum Glück hat sein Großvater ein offenes Ohr für ihn. Und auch Großvaters Geschichten von früher, als es keine Heizung und keine Handys gab, und vom Köhlerhannes und seiner Hütte im dunklen Wald liebt Josef. Als die letzten Kühe abgeholt werden sollen, beschließt Josef, dass doch wenigstens Lisa und Lila gerettet werden müssen. Kirstin Breitenfellner erzählt eine Geschichte von Freundschaft und Mutproben und von Wünschen, die sich erfüllen können, wenn man selbst die Initiative ergreift. Und sie zeigt ganz nebenbei, wie das Landleben wirklich ist. (Klappentext)

 

Besprechung/Zeichnung am Kinderrezensionsportal written4me.net

 

Lesereise beim Festival Leserstimmen - z.B. nach Hermagor

oder Zams (inkl. Stallbesichtigung!)

 

„Kirstin Breitenfellner entführt die Leserinnen und Leser in eine Welt, der im ehemaligen Agrarland Österreich immer weniger Menschen angehören. (…) Über den Großvater werden Geschichten erzählt, von denen Josef nicht genug bekommen kann – damit wird ländliche Kulturgeschichte vermittelt. Empathisch erzählt die Autorin von den Erlebnissen, Spielen, Bräuchen, Streitereien, Sorgen und Freuden von Kindern, die in der heutigen Zeit am Bauernhof leben. Das ist spannend – und man hofft mit den ProtagonistInnen, dass ihr Abenteuer ein gutes Ende nimmt.“

 

Martina Adelsberger (1001 Buch 1/2017)

 

"Josefs Vater und Großvater sind Bauern, aber den Hof weiterzuführen, zahlt sich finanziell nicht mehr aus. Daher wird eine Kuh nach der anderen verkauft. Josef ist untröstlich, er ist zwar kein Morgenmensch, aber er wird es üben, versprochen! Papa sagt, was man nicht kann, muss man üben. Die neu zugezogenen Städter wollen spürbar nichts üben, sie regen sich auf - über den Misthaufen, per Mail. Und Josefs Schwester Jasmin will sowieso in die Stadt ziehen. Wird es Josef gelingen, seine Lieblingstiere zu retten?

 

Barbara Petsch, Die Presse, 2.12.2016

 

„Breitenfellner weiß, wie man junge Leser interessiert: Mit Szenen aus dem Alltag und kleinen Geschichten in der großen. Josef berichtet von Maschinen, die Kühen beim Kratzen helfen und wie viele Kübel Pipi eine Kuh pro Tag füllt. Vom Auf und Ab der Freundschaft, von der Schwester, die mit Landwirtschaft nix am Hut hat und sagt: „Kühe stinken.“ Der Großvater erzählt von früher: Was er als Kind als Wärmeflasche benutzte und wie er einmal einen echten Revolver fand. Wozu es Köhler gab und warum sogar Könige sie besuchten. Am Ende ist zwar nicht alles gut, aber besser als zuvor gedacht.
Das schön erzählte Buch begleiten zarte Illustrationen von Mathias Nemec, die der Verlag ruhig größer hätte zeigen können.“

 

Gerlinde Pölsler, Falter 20/2017

 

Das Echo des Schiffs heißt Fisch

„Kirstin Breitenfellner ist zuletzt mit zwei Kinderbüchern hervorgetreten: Das Echo des Schiffs heißt Fisch und Robbe Emma haut ab. Wer authentische und doch auch ästhetischavancierte, sprachverliebte und -reflexive Kinderliteratur mag, wird an ihnen zweifellos sein Vergnügen haben.“

(Nicole Streitler, Der Standard, 19.7.2013)

 

„LESEN ESEL? Ein Esel lese nie!, ließe sich obiges Palindrom über ein anderes kommentieren. Und ad infinitum könnte man Pingpong spielen mit Frage und Antwort und Frage, die jeweils auch im Rückwärtslauf buchstabiert denselben Sinn ergeben. Mit ,Schiff‘ und ,Fisch‘ verhält es sich ähnlich, die lautlich einen siamesischen Zwilling bilden und beide im Wasser schwimmen. Den Geschwisterkindern Serafine und Vitus kam, als sie zu sprechen anfingen, schon mal das eine fürs andere über die Lippen. Ist ja auch verzwickt, das Formen von Wörtern. Das Unterscheiden von eigentlichem und übertragenem Sinn. Etwa beim Gürtel in Wien, auf dem die Hauptbücherei wie ein gestrandeter Dampfer liegt. In ihm drin jedoch lassen sich Welten durchqueren, erobern, was immer, wann immer die beiden eingetaucht sind in den Bauch des bulligen – Dings. Ein Plädoyer für das gute Kinderbuch wie für Bibliotheksbesuche, das allein über seine herzerfrischende Illustration zwischen Indigoblau und Mangogelb lockt.

(Ulrike Matzer, Apropos, 2.2.2013)

 

„Das Echo des Schiffs heißt Fisch" von Kirstin Breitenfellner und Raoul Krischanitz ist ein ganz besonderes Buch, mit einer wissbegierigen Hauptdarstellerin namens Serafine, die die Sprache und das Lesen entdeckt und ebenso gerne mit ihr spielt und interessante Dinge über sie herausfindet. Während des Lesens bleibt man auch als Erwachsener immer wieder an der lustigen, interessanten Art und Weise hängen, wie die Autoren die Freude an der Sprache und dem Lesen vermitteln. Mit sprachlichen Bildern geben sie viele Merkmale der deutschen Sprache wieder und animieren Kinder und Erwachsene indirekt zum Rätseln und selber Experimentieren. Serafine, die Hauptdarstellerin, ist so liebenswürdig, dass man sie direkt in sein Herz schließt und mit ihr gemeinsam auf die Entdeckungsreise durch den Sprachdschungel geht. Bis zum Schluss wird die Freude am Lesen aufrecht erhalten.

Zahlreiche wörtliche Reden und farbenfrohe Umschreibungen von Alltagssituationen machen die Geschichte wundervoll lebendig und man taucht tief in das Leben von Serafine ein.“

(Bibliotheksdienst Nordrhein-Westfalen, 1.4.2013)“

 

„Das Echo des Schiffs heißt Fisch” vermittelt Kindern, wie spielerisch man mit Sprache

umgehen kann und dass man beispielsweise manche Worte umdrehen kann und diese immer

noch unverändert lauten. Statt eine kunstvoll zurechtgedrechselte Geschichte zu erzählen,

bietet das Buch eine Folge von kleinen Szenen, wie sie sich im Alltag eben ereignen. Die

Illustrationen unterstreichen, wie fantastisch sich die Welt der Buchstaben und Wörter

anfühlen kann.

(Der Falter, 19.12.2012)

 

Robbe Emma haut ab

„Roboterrobben, die im Technischen Museum ausgestellt werden wollen einmal richtige Robben sehen und das ausgerechnet im Zoo! Robbe Emma büchst aus und trifft auf ihrem Weg Paul, der sie versteckt im Kinderwagen mitnimmt. Da sind sie nun im Zoo werden gerade die Robben gefüttert. Emma möchte gerne Kontakt mit den nassen, glänzenden Tieren aufnehmen und wird von ihnen prompt mit Fragen gelöchert. Wie macht man den Unterschied zwischen einem lebendig wirkenden leblosen Gegenstand und einem Lebewesen deutlich?  Eine Erklärung für Vierjährige stellt zumindest eine kleine Herausforderung dar: Muss eine Roboterrobbe essen? Nein. Und muss sie trinken? Ja, Strom. Und der Arzt heißt Techniker. In der Erzählung wird genügend Raum für aufkommende Fragen gelassen. Die leichte Spannung zwischen den Wien-Bezügen vom Technischen Museum bis hin zur Straßenbahntafel der Wiener Linien und den auffallend straight wirkenden Illustrationenmachen das Buch erstaunlich frisch. Lustig sind Details wie zum Beispiel das Pflaster auf Mamas Sandalenferse. (ab 4)

(Der Falter, 30.1.2013)

Aktuelles:

Soeben erschienen:

Bevor die Welt unterging. Roman

 

Buchpräsentation:

Orlando Literatur- und Kulturkeller

19.10, 19 Uhr

 

Lesetermine:

5.10., 19.30 Uhr, Picus Herbstlese, Werk X-Eldorado, Petersplatz 1, 1010 Wien

11.11., 15.30 Uhr, BUCH WIEN

30.11., 19 Uhr, Alte Schmiede, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien

 

 

 

 

 

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© Kirstin Breitenfellner